Heeresmeisterschaften 2016 im Sportklettern

Absam, 12. November 2016  - Beim "Kommando Gebirgskampf" wurden von 10. bis 12. November die Heeresmeisterschaften im Sportklettern und die Jahreshauptversammlung der Heeresbergführer veranstaltet. Als Austragungsort der Heeresmeisterschaften im Sportklettern wurde die Kletterhalle in Imst gewählt, wo sich am Donnerstag die Teilnehmer zum sportlichen Wettstreit einfanden.

Rekordteilnehmerzahl an Wettkämpfern

Es konnte ein Rekordteilnehmerfeld mit 73 Startern, darunter Soldaten aus Schweden, Deutschland und Österreich sowie Polizeibeamte aus Deutschland und Österreich, zum Wettkampf begrüßt werden. Besonders erfreulich war auch die hohe Teilnehmerzahl an Grundwehrdienern. Der neue Durchführungsmodus der Meisterschaften bot den Teilnehmern die Gelegenheit, aus über 60 verschiedenen Kletterrouten im Schwierigkeitsgrad V bis VIII bzw. 5a bis 7b (französisches Bewertungssystem) zwei Routen und eine Ersatzroute individuell auszuwählen. Diese und weitere Kurse konnten im Vorfeld des Wettkampfes auch trainiert und vorbereitet werden. Jeder Teilnehmer hatte bei den Heeresmeisterschaften im Sportklettern am Freitag zwei Routen in der Qualifikation bis zum höchsten Punkt (Top) zu klettern, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Die bestgereihten 30 Prozent der Sportler stiegen ins Halbfinale auf. Nach dem Halbfinale blieben die besten 13 Sportkletterer übrig, die im darauf folgenden Finale in den vier Kategorien "Allgemeine, Senioren-, Damen- und Gästeklasse" um den Sieg rangen.

Spannendes Finale

Als Heeresmeister 2016 konnten sich Major Siegfried Putz von der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule in der Allgemeinen Klasse, Vizeleutnant Jürgen Höllerich von der Luftraumüberwachung in der Seniorenklasse, Wachtmeisterin Rebecca Dörner vom Stabsbataillon 6 in der Damenklasse und Major Rico Förster von der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall/Deutschland in der Gästeklasse gegen die Konkurrenten durchsetzen und als Sieger feiern lassen. In der Allgemeinen Klasse erreichte Rekrut Tobias Lechner, der gerade seinen Grundwehrdienst beim Stabsbataillon 6 leistet, knapp hinter dem Sieger, den ausgezeichneten 2. Rang. "Die durch die Teilnehmer gezeigten herausragenden Leistungen im Schwierigkeitsgrad bis zum IX Grad bzw. 7 (französische Bewertung) sowie das breitgefächerte Teilnehmerfeld und der gezeigte Sportgeist, die Fairness und die Wettkampfleistungen jedes einzelnen Wettkämpfers waren beeindruckend", so der Kommandant des Kommandos Gebirgskampf, Brigadier Peter Grünwald, zu den Heeresmeisterschaften.

Jahreshauptversammlung der Heeresbergführer

Traditionsgemäß fand unmittelbar nach der Austragung der Heeresmeisterschaften das jährliche Treffen der Heeresbergführer des Bundesheeres in der Andreas-Hofer-Kaserne in Absam statt. Dabei berichtete  Oberleutnant Gerald Schumer vom Jägerbataillon 25 über seine Expedition mit der niederländischen Armee, im Zuge eines internationalen Ausbildungsaustauschprogramms, zum "Manasulu" in Nepal. Dieser ist einer der vierzehn Achttausender, der mit einer Höhe von 8.163 Metern einer der höchsten Berg der Erde ist. Am Samstag wurden bei der Jahreshauptversammlung der Heeresbergführer in der Andreas-Hofer-Kaserne Ausbildungen, Kurse und Übungen des vergangenen Jahr reflektiert sowie ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen gegeben.