Der härteste militärische Gebirgswettkampf der Welt!

Die 6. Jägerbrigade veranstaltete 2013 zum bereits 6. Mal die so genannte „Edelweiss Raid“. Dieser Wettkampf für Gebirgssoldaten wird in militärischen Kreisen auch als inoffizielle Weltmeisterschaft für Gebirgssoldaten bezeichnet. In diesem Jahr stellten sich 21 Mannschaften aus Österreich, Deutschland, Belgien, Tschechien, Polen der Schweiz und den Niederlanden dieser Herausforderung.

 

Militärische und alpine Kompetenzen vergleichen.

Bei der „Edelweiss Raid“ geht es nicht nur darum, die Marschstrecke von 40 Kilometern und die 4200 Höhenmeter quer durch die Tuxer Alpen möglichst rasch zu bewältigen. Es geht auch darum, unter Beweis zu stellen, dass die Mannschaften im Kollektiv von jeweils acht Personen die militärischen Grundfertigkeiten in alpinem Gelände beherrschen. Um für die Teilnehmer einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen und diesen Stationen auf eine entsprechende Wertigkeit zu verleihen, gibt es für die Bewältigung der einzelnen Aufgaben auch Punkte, die unter Umständen eine hervorragende Marschzeit massiv abwerten können.

 

 

Mannschaften aus halb Europa.

Bereits am Beginn der Durchführungswoche trafen alle nationalen und internationalen Wettkämpfer ein. Im Anschluss erfolgte für die Soldaten eine detaillierte Einweisung in das österreichische Alpingerät und die Fernmeldeausrüstung, welche im Gebirgswettkampf "Edelweiss Raid 2013" benötigt werden. Am Vormittag erfolgte für die Soldaten aus den anderen Nationen am Schießplatz Vomp das Anschießen der eigenen Waffen, welche die Wettkämpfer mitführen.

 

 

Eröffnungsfeier in Innsbruck.

Am zweiten Tag der Durchführungswoche wurde der internationale Gebirgswettkampf "Edelweiss Raid 2013" mit einem feierlichen militärischen Festakt in der Innsbrucker Standschützen-Kaserne eröffnet. Die Gebirgsjäger aus neun Nationen spiegelten mit ihren jeweiligen nationalen Uniformen ein eindrucksvolles Bild der Multinationalität wieder und die wehenden Fahnen ihrer Heimatländer zeigten ein farbenfrohes Bild.

 

 

 

 

 

 

Der Wettkampf hat begonnen.

Der Wettkampf wurde pünktlich um 06:30 Uhr beim Igler Olympiaexpress durch einen Schuss aus der Kanone der ortsansässigen Schützenkompanie gestartet. Die 21 teilnehmenden Mannschaften stiegen mit großem Elan zur ersten Station, der Suche nach einem Verschütteten auf und bewegten sich zielstrebig durch die Tuxer Alpen. Am ersten Wettkampftag stehen noch die Übungen Aufklären, Bergen eines Verwundeten im Gebirge und Handgranatenzielwurf auf dem Programm, bevor die Wettkämpfer das Ziel des ersten Wettkampftages, das Biwak-Lager am Mölser Hochleger erreichen. Der zweite Wettkampftag begann für die internationalen Mannschaften zeitig in der Früh mit einer bösen Überraschung. Ein Wintereinbruch erschwert die gestellten Aufgaben zusätzlich. So müssen die Teams unter anderem am Seil in der Gruppe abfahren, sich im gebirgigen Gelände abseilen, Scharf schießen, einen Verletzten transportieren und sich richtig orientieren bevor sie dann das Ziel im Bereich Lager Walchen erreichen.

 

Sieger sind Alle!

Gewonnen hat die diesjährige Edelweiss Raid die 1. Mannschaft der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall (DEU). An zweiter Stelle konnte sich das Jägerbataillon 23 aus Bludesch platzieren, vor der 2. Mannschaft der Gebirgsjägerbrigade 23 (DEU). „Sieger sind allerdings alle Teilnehmer, welche gesund ins Ziel kommen,“ so der Übungsleiter und Kommandant der 6. Jägerbrigade Brigadier Mag. Peter Grünwald.

 

Feierlicher Abschluss.

Das krönende Ende einer ereignisreichen und vor allem fordernden Woche stellte die Schlussfeier am Freitag in der Standschützen-Kaserne dar. Noch einmal traten alle teilnehmenden Mannschaften an, hüllen durch ihre Landesfahnen und Uniformen die Kaserne in einen bunten Mantel und krönen die drei besten Teams unter ihnen. Doch eigentlich sind alle Sieger, die an diesem Wettkampf teilgenommen und ihn beendet haben. Als Erinnerung daran erhalten alle Teilnehmer eine Anstecknadel mit dem Logo der „Edelweiss Raid“, diejenigen, die diesen Wettkampf mindestens drei Mal abgeschlossen haben, erhalten die Nadel in Gold. So geht der härteste militärische Alpinwettkampf zu Ende und die Teilnehmer freuen sich auf ein Wiedersehen in zwei Jahren, um wieder die besten Gebirgsjägermannschaften der Welt zu suchen.

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