Heeresbergführer unterwegs in der Wiege des Felskletterns

Vom 15. bis 26. Juli 2019 führte der binational durchgeführte Heeresbergführerlehrgang seinen Prüfungsaufenthalt Fels in den Dolomiten durch.
Die zentrale Lage des Stützpunktes am Sellajoch in Verbindung mit den äußerst anspruchsvollen Touren ermöglichen eine hochwertige Ausbildung für die angehenden Heeresbergführer. Das Überwinden von extremen Geländeabschnitten ohne vorhandene Absicherung stellt eine der Kernkompetenzen des Heeresbergführers dar.

Es wurde daher bei allen Prüfungstouren Wert darauf gelegt, wenig begangene und sehr alpine Routen durchzuführen. Die Lehrgangsteilnehmer aus 4 Nationen konnten somit unter Aufsicht des Ausbildungspersonals an ihre Grenzen gebracht werden. Das Führen von Soldaten im extremen Gelände verlangt eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit des Heeresbergführers, um die Sicherheit der ihm anvertrauten Soldaten gewährleisten zu können. Daher muss in der Ausbildung den Teilnehmern das Bewegen und Führen in fordernden und selbst abzusichernden Routen vermittelt werden.

Es konnten unter anderem Touren an der Ciavazes, am Pordoi, an den Sellatürmen, den Meisules, dem Brunecker Turm, am Langkofel, den Fünffingerspitzen, am Lagazuoi, im Vallontal am Zehner und Neuner sowie in der Peitlerkofel Nordwand durchgeführt werden.

PS: Es hat sich dabei um den wohl letzten Ausbildereinsatz bei einem HBF-Felskurs einer wahren "Bergführerlegende" gehandelt. Vzlt Kruch Toni war noch einmal mit dabei und hat wie immer äußerst anspruchsvolle Touren mit seiner Gruppe absolviert. Und wenn die Lehrgangsteilnehmer nicht mehr weiter konnten, hat natürlich er das scharfe Ende des Seiles übernommen. Danke Toni!

Hptm STEINGASSNER Maximilian