Kuratorium für Alpine Sicherheit
Newsletter April 2019

Schluss mit Komforttransporten


Als der Polizeihubschrauber am 25.05.2018 von der Leitstelle Vorarlberg zu einer Unverletzten-Bergung auf den Fundelkopf (2.400 m) gerufen wurde, war der Besatzung klar, dass dieser Einsatz unter einem neuen Blickwinkel gesehen werden muss. 

Neben diesem neuen Blogbeitrag zu Hubschraubereinsätzen der Flugpolizei informieren wir zu folgenden Themen:
  • Rückgang der Alpinunfälle beim Wintersport! Pressekonferenz Winter 2018/ 19
  • Fahrerflucht auf Pisten - Wie ist die Rechtslage?
  • Ausstieg vom Klettersteig - OGH Urteil zur Unfallversicherung
  • Workshops auf der Alpinmesse - Wünsch dir was

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team des Kuratoriums!

Rückgang der Alpinunfälle beim Wintersport

PRESSEKONFERENZ WINTER 2018/ 19
Der Bericht Winter 2018/ 19 für Österreich liegt mit einer erfreulichen Bilanz vor: Etwa 600 Unfälle und 16 Alpintote weniger als im Zehnjahresmittel. Im Zeitraum 01.11.2018 bis 24.03.2019 sind 93 Wintersportler in den Bergen Österreichs ums Leben gekommen (Vorjahr: 102; Mittel 10 Jahre: 109). 

Auf der Piste/ Skiroute verletzten sich 850 Personen weniger als im langjährigen Mittel, 19 Wintersportler kamen im Betrachtungszeitraum im organisierten Skiraum ums Leben (Mittel 10 Jahre: 31).

Den gesamten Bericht mit allen Unfallzahlen und Aufteilung nach Disziplinen gibt es ab sofort online.
 Foto © Regina Sterr
STATISTIK WINTER 2018/ 19 >

Schluss mit Komforttransporten

KOSTENPFLICHTIGE HUBSCHRAUBEREINSÄTZE DER FLUGPOLIZEI
Mit 25.05.2018 trat das neue Sicherheitspolizeigesetz in Kraft und bietet seither eine Grundlage für die Verrechnung von Bergeeinsätzen.

Aber wer hat nun die Aufwendungen selbst zu tragen und warum konnte bei falschen Notmeldungen bisher keine Verrechnung erfolgen?

Unser neuer Blogbeitrag informiert über Kostenzuweisungen sowie über die Anzahl der Einsätze .
 Foto © Egon Weissheimer BM.I
ZUM BLOGBEITRAG >

Fahrerflucht auf Skipisten

PISTENUNFÄLLE IN ZAHLEN - TEIL 2

§ 95 Strafgesetzbuch (StGB) sieht für die Unterlassung der Hilfeleistung eine Freiheitsstrafe von bis zu 6 Monaten, bei Todesfolge von bis zu einem Jahr vor. 
Diese allgemeine, jedermann im räumlich-zeitlichen Nahebereich treffende, Hilfeleistungspflicht muss im konkreten Einzelfall zumutbar und die Hilfe offensichtlich erforderlich sein. 


Enger ist der potentielle Täterkreis beim gravierenderen Delikt des „Imstichlassen eines Verletzten“ (§ 94 StGB), da diese Strafrechtsnorm nur den Verursacher oder Mitverursacher der Körperverletzung anspricht. 

Was ist daher zu tun, wenn man zu einem Unfall auf einer Skipiste kommt? Und was, wenn man Zeuge eines Kollisionsunfalls mit Fahrerflucht wird?
 Foto © Alpinpolizei LPD OÖ
HIER GIBT'S DIE ANTWORTEN >

OGH zur Unfallversicherung bei einem Kletterunfall

AUSSTIEG VOM KLETTERSTEIG

Der OGH hatte sich am 31.10.2018 (7 Ob 197/18y) mit einem Kletterunfall zu befassen. Nach den konkreten Versicherungsbedingungen gelten Kletterunfälle als vom Versicherungsschutz umfasst, wenn der Klettersteig die Schwierigkeitsstufe D nicht übersteigt. Nachdem der Kläger den Klettersteig der Schwierigkeitsstufe E, über den er aufgestiegen war, beim Ausstieg verlassen und eine Pause gemacht hatte, begann er den Abstieg über einen anderen Klettersteig der Schwierigkeitsstufe A/B, wo sich der Unfall ereignete.

Der OGH entschied: Der Wortlaut der Bedingungen ist klar und insofern nicht auslegungsbedürftig, als ein Unfall, der sich nach dem Ausstieg aus einem Klettersteig mit der Schwierigkeitsstufe E ereignet, vom Versicherungsschutz umfasst ist.

Die Auslegung der Beklagten, erst das Erreichen des Wanderweges hätte die mit dem Durchsteigen des Klettersteigs der Schwierigkeitsstufe E verbundenen Gefahren beendet, findet hingegen keine Deckung in der Bedingungslage. 
Foto © Tirol Werbung 

ENTSCHEIDUNG IM VOLLTEXT >

Workshops auf der Alpinmesse?

WÜNSCH DIR WAS!

Seiltechnik bei Hochtouren, Klettersteig für Anfäger, Lawinenverschüttetensuche und Mountainbike Techniktraining. Das sind nur vier von insgesamt 22 verschiedenen Workshops, die auf der Alpinmesse jährlich kostenlos erlebt werden können.

Aber was fehlt Euch noch in unserem Angebot? Welche Fertigkeiten und welches Know-how würdet ihr gerne in einem neuen Workshop auf der Alpinmesse vertiefen?

Wir freuen uns auf eure Ideen für neue Workshops und werden versuchen, diese nach Möglichkeit umzusetzen! 
Foto © Bergrettung Tirol
MEIN WORKSHOP WUNSCH >


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Tel.: 0043 (0) 512 36 54 51
office@alpinesicherheit.at

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