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Fußbruch einst und heute (Betrachtungen von Helmut BAUER) Ich war bei der hochalpinen Kompanie der B-Gendarmerie in Absam gelandet. Nach der Grundausbildung lernte ich hier eine völlig andere Welt der Kameradschaft kennen. Diese Untereinheit, wie die Kompanien damals genannt wurden, wurde durch einen Offizier geführt, der Jahre später Kommandant der Jägerschule in Saalfelden wurde. Sechs oder sieben Bergführer waren hier im Stand. Bergsteigen wurde nun neben anderen Dingen mein Beruf. An Kameraden für private Bergtouren fehlte es hier nicht.
Wir verlegten zur Berlinerhütte in den Zillertaler Alpen. Bei prachtvollem
Wetter war jeden Tag eine herrliche Schitour, gepaart mit der Besteigung
eines der Gipfel, am Programm. Nachmittag war Unterricht. Die Tage flossen
dahin, wir wurden braun wie Indianer und fühlten uns wie junge Hunde.
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Am
frühen Morgen machten wir uns mit ihm auf dem Akja auf den Weg ins
Tal. Die Hänge waren nun hart gefroren. Mit dem Pickel und anderen
Hilfsmitteln schlugen wir Stufen quer zum Hang und dann hinab. Ein Fahren
mit den Schiern war viel zu riskant. Trotz des kühlen Morgenschattens
schwitzten wir. Adi gab keinen Laut von sich, ließ alles geduldig
mit sich geschehen. Über knall-harte Lawinenkegel, deren Knollen
uns hin und her stolpern machten, trugen wir die Last, bis wir endlich
die Schi anschnallen konnten. Beim Breitlahner angekommen, luden wir Adi auf einen Pferdeschlitten um. Mit dem kamen wir bis Ginzling, wo wir Adi in einen VW-Bus verfrachteten. |
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Die Fahrt war jedoch nur bis zu der großen Lawine möglich, die die Straße auf gewaltige Breite und Höhe verlegt hatte. Durch den in den Schnee gegrabenen Tunnel trugen wir nun die Last durch. Am anderen Ende wartete bereits der Sanka (Sanitäts-Kraftwagen) als nun wirklich letztes Transportmittel und brachte Adi nach Innsbruck in die Klinik. Es war drei Uhr am Nachmittag, als wir dort ankamen. Adi brachte es fertig, sofort der Schwarm der Krankenschwestern zu sein.
Am
letzten Tag eines HA-Kurses auf der Kürsingerhütte, brach sich
am Gletscher unweit der Hütte gegen Abend ein deutsches Mädchen
das Bein. Wir brachten es zur Hütte, wo sich der Sani beim Heraustreten
aus der Hütte ebenfalls ein Bein brach. Nach dem immerhin wie üblich
fröhlichen Abschiedsabend nach so einem Kurs, trugen wir nun die
beiden Anhängsel den weiten Weg ins Tal, bis wir auf so ein dreirädriges
Motorrad trafen, mit dem der Transport weiter ins Tal zwar holprig, aber
mühelos war. |
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In der heutigen Zeit dauert so eine Bergung unter normalen Umständen vielleicht eine halbe, höchstens dreiviertel Stunde. Telefon im Rucksack, Hubschrauber schnell startbereit, kurze Flugzeiten, Bergung aus der Luft mit dem Bergesack. Was erspart man sich da alles! |
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